Dialog: Warum wir lernen müssen, gemeinsam zu denken

von Friede Gebhard

Dialog: Warum wir lernen müssen, gemeinsam zu denken

 

Wie können wir die Grenzen unseres Polarisierens überwinden und wirklich gemeinsam denken, um neue Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu finden? 

 

Und was sind die Besonderheiten einer Dialog-Qualifizierung des Wandelforums?

 

Warum es nötig ist

Wir alle wissen: ein "weiter so" können wir uns nicht mehr leisten.

Der Kampf um Lebensressourcen ist in vollem Gange. Menschen, die vor Krieg, Hunger und Wasserknappheit fliehen müssen, gibt es zuhauf aus Ländern, die wir Europäer früher ausgebeutet und sie mit diesem ausbeuterischen Vorbild ihrem Schicksal überlassen haben.

 

Wir brauchen heute mehr denn je Menschen jeden Alters, die fähig sind, sich dem Chaos in der Welt mutig zu stellen, und die Einfluss nehmen wollen auf die Art und Weise, wie wir miteinander denken.

 

Wir sind als Weltbürger, Europäer und  besonders auch als Deutsche gefordert, aus unseren Geschichten zu lernen und indirekt und direkt, implizit und explizit einen friedensstiftenden Beitrag zu leisten. 

Unsere Grundannahmen sind einfach

  • Alle Menschen sollen in Würde und in Frieden auf unserem Planeten leben können.
  • Alle Menschen sind voneinander abhängig und wir alle gemeinsam von diesen Planeten.
  • Unterschiedlichen Denkansätzen, Religionen, Parteien und Systemen, die diese Grundannahmen teilen, begegnen wir mit radikalem Respekt.
  • Gemeinsames, zugewandtes und empathisches Denken kann ungeahnte neue Perspektiven hervorbringen.

Unsere Absicht

Wir möchten die Beziehungen der Menschen untereinander stärken und die Beziehung zu unserem Planeten bewusst machen, damit wir uns gemeinsam für den Erhalt unserer wunderbaren Welt einsetzen.

 

Dazu brauchen wir neue Versuche, unsere kollektive Weisheit zu erkunden, zu erspüren und für das Ganze zu nutzen.

Ein Beitrag, den wir dafür im Wandelforum leisten möchten, ist unsere 

 

Generationsübergreifende Qualifizierung

zum Dialog Facilitator

Was ist ein Dialog?

Für den Quantenphysiker und Entwickler des modernen Dialogs, David Bohm, geht es in einem Gespräch NICHT darum, eine Position durchzusetzen.

 

Es geht um Gewinn an gemeinsamen Einsichten und Erkenntnissen in einem kreativen Feld für alle Beteiligten. 

 

Dialog ist ein offener Denkraum. Man folgt den Spuren, erforscht die Wurzeln des Denkens und verhilft neuen Gedanken, sich zu manifestieren, während man von Herzen sich selbst und anderen zuhört.

 

Wenn wir Menschen auf diese Weise miteinander empathisch sprechen, gegenseitig unseren Geschichten zuhören und gemeinsam denken lernen, können wir in der Folge Entscheidungen treffen, die von anderer Tiefe und Klugheit sind. 

Dialog: Warum wir lernen müssen, gemeinsam zu denken

"Der andere könnte auch Recht haben."

Hans-Georg Gadamer

Was kann man bei einer Qualifizierung lernen?

  • Wir bringen Menschen zusammen, die unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Meinungen repräsentieren und hören ihren Geschichten zu.
  • Wir erwerben die Fähigkeit, Diversität sichtbar zu machen, das Denken als ursächlichen Täter für unser Handeln zu verstehen, die Wurzeln von Meinungen zu erkennen und dabei fremde Ansichten zu respektieren, zu verstehen und sie wirklich als Bereicherung zu empfinden.
  • Wir lernen, diesen Prozess HALTEN zu können - Kaltblütig und warmherzig und offen dafür zu sein, dass sich irgendwann aus diesen Gedankenfeldern neue Ideen zum Wohle des Ganzen entpuppen. 

Wie gestalten wir die Dialog-Qualifizierung?

Wir brauchen die Vitalität der jungen Menschen, die Führungsqualitäten der mittleren Generation und die Lebensklugheit der älteren Generation, die frei ist vom Werden-Wollen und mit dem Blick auf das Ganze alle anderen unterstützen kann. 

 

Die Gruppe soll möglichst aus gleicher Anzahl von Frauen und Männer besetzt sein.

 

Besondere Menschen und führende Dialog-AusbilderInnen in Deutschland und im Europäischen Raum begleiten diese Qualifizierungsreihe: 

 

Dr. Martina Hartkemeyer,

Leiterin des Deutschen Instituts für Dialogprozess-Begleitung der Adolf-Reichwein-Gesellschaft

www.dialogprojekt.de 

 

Dr. Heidemarie Wünsche-Piétzka,

Direktorin des institut dialog transnational

www.dialog-transnational.eu

 

Rainer Molzahn,

der das Konzept der „Ältestenschaft“ als Rolle neu in die Konzeption des Dialogs einbringen wird

www.rmolzahn.eu

 

Friede Gebhard,

die durch alle Teile der Reihe führen wird und Initiatorin der Qualifizierung im Wandelforum ist

www.friede-gebhard.de

 

  

Es ist spannend, eine Bewegung mitzugestalten, die versucht, die Grenzen unseres Polarisierens zu überwinden zugunsten neuer kluger kollektiver Einsichten und Lösungen.

 

 

Mehr und mehr Menschen möchten „aus ihrer Haut fahren“.

Sie haben das Bedürfnis, neue Wege des Denkens zu lernen und zu nutzen.

Wir auch. 


Weitere Artikel zum Dialog

Was ist ein Dialog?


ein Interview mit Julian und Rainer



Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Hans Lucas (Sonntag, 28 Mai 2017 10:21)

    Moin,
    ich finde es schön/wichtig, dass Ihr mit Eurem Ansatz das m. E. zeitlose Ich-Du-Denken von Martin B. mal wiederbeleben wollt. Er sollte ein Kern unseres Denkens sein - aber w i e w e i t sind wir in unser narzisstischen Gesellschaft davon entfernt!!
    Jedenfalls wünsche ich euch auch mit diesem Wandlungsversuch VIEL ERFOLG!

  • #2

    Astrid McCormick (Dienstag, 18 September 2018 00:03)

    Wir miesen auch lernen gemeinsam zu handeln. Und manchmal finden sich die richtigen Menschen zusammen, die gemeinsam denken UND gemeinsam handeln.